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Beteiligung der Stadt Großalmerode am Windindustriegebiet Hausfirste?

Lange Zeit war es still um die Windindustriegebiete im Kaufunger Wald. Leider konnten wir den Bau des Zappelstromgenerators Hausfirste nicht verhindern, das zweite Industriegebiet auf dem Kreuzstein ist bereits im Bau und der erste Turm wächst aus dem Boden.

Obwohl sich die Stadtverordnetenversammlung in Großalmerode seinerzeit  gegen den Ausbau von Windkraft ausgesprochen hat, wurde von der Verwaltung ein – nicht ganz neuer – Ball ins Spiel gebracht. „Großalmerode darf sich zum erlesenen Kreis derer zählen, die sich am Windpark Hausfirste beteiligen dürfen“, so Bürgermeister Nickel in der gestrigen Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses.
Es sollte darüber abgestimmt werden, ob die Verwaltung einen Gutachter bestellen darf, der die betriebswirtschaftlichen Daten des Windparks Hausfirste bewertet, um im Nachgang über eine Beteiligung der Stadt abzustimmen. Obwohl es eine einstimmige Resolution  gegen die Windkraft gibt, scheinen einige Stadtverordnete einzuknicken, wenn Entega mit Geld winkt. Es gibt unzählige Beispiele, bei denen die „Anleger“ in die Röhre gucken. Der kritische Punkt dieses Geschäftes ist, dass die Stadt praktisch als Unternehmer in diese Firma einsteigt und somit das volle unternehmerische Risiko trägt. Das bedeutet, dass die Stadt an möglichen Gewinnen beteiligt wird, aber auch an wahrscheinlichen Verlusten.
Da dieses Thema von den Stadtverordneten entschieden werden muss, wurde eine Abstimmung nun in die Stadtverordnetenversammlung verlegt.
Am 30.03.2017 findet um 19:30 Uhr eine öffentliche Stadtverordnetenversammlung in der neuen Aula im B-Trakt der Valentin Traudt Schule statt in welcher dieses Thema diskutiert wird. Es wird sicher spannend.

Hier noch ein passender Beitrag vom SWR.

Willkommen im Industriegebiet Kaufunger Wald – die Versprechen und die Tatsachen

Die nachfolgenden Bilder wurden am 10.04.2016 im ehemaligen Naturpark Kaufunger Wald aufgenommen. Im Vorfeld wurden seitens der Investoren, der Genehmigungsbehörde und Hessen Forst einige Zusagen getroffen, was den Natur- und Artenschutz angeht. Wir haben das mal unter die Lupe genommen.

Von vorne herein beklagten wir, dass bereits die Zuwegung einen erheblichen Eingriff in den Naturpark darstelle, was vom Hessen Forst, namentlich Herrn Günther Groß, vehement bestritten wurde. Wörtlich sagte Herr Groß: „Wir benötigen lediglich 3 m – 3 m – mehr nicht. Ausserdem werden fast ausschließlich vorhandene Forstwege genutzt.“ Die nachfolgenden Bilder strafen Herrn Groß jedoch Lügen. Die „Wege“ sind größtenteils 4 – 5 m, teilweise gar 6 m breit!

Wir zweifeln eine lückenlose Überwachung der Genehmigungsbehörde an. An mehreren Stellen sind nicht unerhebliche Ölflecken zu finden. Wir fanden sogar eine nicht ganz leere Fettkartusche und jede Menge Müll-Hinterlassenschaften der Bauarbeiter! Dabei muss man danach noch nicht mal suchen.

Erst nachdem einige unserer Kritikpunkte auf Nachfrage der HNA von derselben an die betreffenden Stellen weitergeleitet wurden, hat man reagiert. So stehen nun überall Schilder mit einer Geschwindigkeitbegrenzung von 10 km/h im Industriegebiet. Es ist uns bekannt, dass sich mehrfach Wanderer und Spaziergänger über den „rasenden“ Baustellenverkehr beschwert haben.
Nach massiven Beschwerden von Anwohnern und nachdem sich ein Sattelzug und ein Betonmischer festgefahren haben und letzterer fast umgekippt ist, wurde ein Ampelverkehr eingerichtet.

Anhand der folgenden Bilder kann man erahnen, wie viele LKW täglich zum Abtransport des Abraums und Anlieferung von Material durch den Wald fahren.

Nochmal zu Erinnerung:

Dieses Schild steht am Eingang des Kaufunger Waldes, erstellt vom Hessen Forst und dem RP Kassel.

Dieses Schild steht am Eingang des Kaufunger Waldes, erstellt vom Hessen Forst und dem RP Kassel.

Wanderung zur Baustelle des Windindustriegebietes Hausfirste

Am 20.02.2016 trafen sich Mitglieder des Aktionsbündnisses Kaufunger Wald mit Florian Rentsch (MdL, FDP), Mitgliedern der FDP und FWG im Werra-Meißner-Kreis, WG Großalmerode und interessierten Bürger zur Wanderung in das künftige Windindustriegebiet Hausfirste der ENTEGA mitten im Naturpark Kaufunger Wald.
(Anmerkung: Ökotest hat den „Ökostrom“ von ENTEGA mit „sehr gut“ getestet. Das sollte  einem, angesichts der Bilder, zu denken geben!)

Ziel war es, sich ein Bild des Baufortschrittes und der Zerstörung vor Ort zu machen.
Im Anschluss gab es eine Diskussionsrunde im Gasthaus „Zur Krone“ in Großalmerode.  Alle Beteiligten sind sich einig, dass das EEG nicht zielführend ist und sofort abgeschafft werden muss.