Beteiligung der Stadt Großalmerode am Windindustriegebiet Hausfirste?

Lange Zeit war es still um die Windindustriegebiete im Kaufunger Wald. Leider konnten wir den Bau des Zappelstromgenerators Hausfirste nicht verhindern, das zweite Industriegebiet auf dem Kreuzstein ist bereits im Bau und der erste Turm wächst aus dem Boden.

Obwohl sich die Stadtverordnetenversammlung in Großalmerode seinerzeit  gegen den Ausbau von Windkraft ausgesprochen hat, wurde von der Verwaltung ein – nicht ganz neuer – Ball ins Spiel gebracht. „Großalmerode darf sich zum erlesenen Kreis derer zählen, die sich am Windpark Hausfirste beteiligen dürfen“, so Bürgermeister Nickel in der gestrigen Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses.
Es sollte darüber abgestimmt werden, ob die Verwaltung einen Gutachter bestellen darf, der die betriebswirtschaftlichen Daten des Windparks Hausfirste bewertet, um im Nachgang über eine Beteiligung der Stadt abzustimmen. Obwohl es eine einstimmige Resolution  gegen die Windkraft gibt, scheinen einige Stadtverordnete einzuknicken, wenn Entega mit Geld winkt. Es gibt unzählige Beispiele, bei denen die „Anleger“ in die Röhre gucken. Der kritische Punkt dieses Geschäftes ist, dass die Stadt praktisch als Unternehmer in diese Firma einsteigt und somit das volle unternehmerische Risiko trägt. Das bedeutet, dass die Stadt an möglichen Gewinnen beteiligt wird, aber auch an wahrscheinlichen Verlusten.
Da dieses Thema von den Stadtverordneten entschieden werden muss, wurde eine Abstimmung nun in die Stadtverordnetenversammlung verlegt.
Am 30.03.2017 findet um 19:30 Uhr eine öffentliche Stadtverordnetenversammlung in der neuen Aula im B-Trakt der Valentin Traudt Schule statt in welcher dieses Thema diskutiert wird. Es wird sicher spannend.

Hier noch ein passender Beitrag vom SWR.

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