Wanderung zur Baustelle des Windindustriegebietes Hausfirste

Am 20.02.2016 trafen sich Mitglieder des Aktionsbündnisses Kaufunger Wald mit Florian Rentsch (MdL, FDP), Mitgliedern der FDP und FWG im Werra-Meißner-Kreis, WG Großalmerode und interessierten Bürger zur Wanderung in das künftige Windindustriegebiet Hausfirste der ENTEGA mitten im Naturpark Kaufunger Wald.
(Anmerkung: Ökotest hat den „Ökostrom“ von ENTEGA mit „sehr gut“ getestet. Das sollte  einem, angesichts der Bilder, zu denken geben!)

Ziel war es, sich ein Bild des Baufortschrittes und der Zerstörung vor Ort zu machen.
Im Anschluss gab es eine Diskussionsrunde im Gasthaus „Zur Krone“ in Großalmerode.  Alle Beteiligten sind sich einig, dass das EEG nicht zielführend ist und sofort abgeschafft werden muss.

6 Gedanken zu „Wanderung zur Baustelle des Windindustriegebietes Hausfirste“

  1. Wer schaut sich so eine Baustelle an?Nur Wenige.Es ist zu schutzig.Es ist zuweit.Der Strom komm doch aus der Steckdose.Was da schon geschah ist für ein Naturfreund nicht fassbar.Es gab in der Vergangenheit Leute die sich für die Natur mit besetzten von Bäumen gewehrt haben (Startbahn West )Alle Medien waren vor Ort.Was ein Wald ist scheint den den Investoren egal .Sie sind blind vor Gier.

  2. Herr Seeger, wer sollte die Genehmigungen denn auch beklagen? BUND und NABU sind gekauft, das ist hinlänglich bekannt. Der gemeine Bürger darf ja nicht klagen.
    Es ist ebenfalls bekannt, dass Gutachten so ausgestellt werden, dass sie eher zum Wohle des Auftraggebers ausfallen – ebenso ist es mit Studien. Wenn gesetzliche Regelungen im Weg sind, werden Sie geändert, wie Mindestabstände zu Horsten von bedrohten Vögeln (Beispiel: Schwarzstorch und Rotmilan). Nofalls werden auch mal Horste zerstört.
    Baugenehmigungen werden im Nachhinein geändert, ohne das es die Öffentlichkeit mitbekommt. Bauvorschriften werden teilweise nicht beachtet. Am Beispiel Hausfirste ist nachzulesen, dass Bauarbeiten nur ausgeführt werden „sollten“ (Gummivorschrift!), wenn die Witterung einigermaßen trocken ist. Seit Wochen ist alles aufgeweicht, gebaut wird trotzdem. Ebenso ist es mit dem Bodenschutz. Hier werden ebenfalls Vorschriften nicht beachtet. Es wundert mich nur, dass dies bei den Aufsichtsbehörden nicht auffällt. Oder wird vielleicht nicht beaufsichtigt? Bei Hinweisen an das RP gibt man sich ahnungslos. Desinteresse oder Kalkül? Probebohrungen im Vorfeld wurden ebenfalls ohne die erforderliche Genehmigung ausgeführt.
    Aber mal abgesehen von dem ganzen Zirkus, der rund um die Genehmigungen aufgezogen wird, wer sich die Industriebaustelle einmal ansieht, kommt ganz schnell zu dem Schluss, dass Naturschutz anders aussieht. Wo Naturschutz draufsteht, ist nicht unbedingt Naturschutz drin. Das ist wie mit den ganzen „Bio“-Lebensmitteln.
    „Wer die Menschen manipulieren will, fängt zunächst mit der Sprache an“, z. B. Öko- oder Naturstrom. Demnach müsste Kohlestrom auch Naturstrom sein, denn die Kohle ist uns auch naturgegeben.
    „Wind und Sonne schicken keine Rechnung“ – das macht Kohle übrigens auch nicht!
    Großtagebaue, wie Garzweiler etc., sind ganz sicher nicht schön und auch nicht Natur oder Öko, allerdings hat das auch nie jemand behauptet. Sie sind aber keine Rechtfertigung dafür, einen weiteren Frevel an der Natur zu begehen, wie es von Ihresgleichen gerne kommuniziert wird.
    Manchmal reicht es, den gesunden Menschenverstand einzuschalten. Gutachten hin, Genehmigungen her. Wir haben es hier nicht mit einem Häuslebauer zu tun, der ein Einfamilienhaus genehmigen lassen möchte. Auch nicht mit einem Mittelständler, der eine Produktionsstätte bauen will, um 50 neue Arbeitsplätze zu schaffen. Es geht hier um eine abermilliardenschwere Industrie. Da werden Dinge möglich, die vor wenigen Jahren noch undenkbar waren.

  3. Ich habe die Baustelle am 28.02.vom vielarmigen Wegweiser bis zum Mühlenstein und der Bierkurve Kleinalmeröder Bilsteinsteinstraße besucht. Unfassbar was bei uns los ist im Kaufunger Wald.Es ist wie überall es geht nur noch um Profitgier.Man findet kaum Worte über diese Umweltzerstörung.Einfach nur traurig.Diese Meinung wird nicht nur von mir sondern auch von vielen Leuten aus Roßbach geteilt.Vielen Dank Stadt Witzenhausen Rp Kassel und alle die das zu verantworten haben.

  4. Man sollte wissen, über was man spricht.
    Unten füge ich an welche Erhebungen und Gutachten nach den geltenden Gesetzen durchgeführt bzw. erarbeitet werden mussten. Danach erfolgte die Genehmigung, die von Niemanden beklagt wurde.

    • Erforderliche Genehmigungen
    Genehmigung nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz für den Windpark Hausfirste ist vom Regierungspräsidium Kassel am 15. Oktober 2015 erteilt worden.

    Die BImSch-Genehmigung bündelt mehrere Genehmigungen (z.B. BNatSchG, HWaldG)
    •Realisierung interne und externe Kabeltrasse
    −Naturschutz- und wasserrechtliche Genehmigung
    −Genehmigung von Hessen-Mobil für die Unterquerung einer Straße
    •Realisierung der Zuwegung
    −Naturschutz- und forstrechtliche Genehmigung

    Durchgeführte Erhebungen/ Gutachten
    Natur- und Artenschutzfachliche Gutachten
    Vögel, Fledermäuse, Wildkatze (weitere Tierarten)
    Funktionsraumanalyse Schwarzstorch
    Landschaftspflegerische Begleitpläne (Windenergieanlagen, Zuwegung)
    Umweltverträglichkeitsstudie
    FFH-Verträglichkeitsprüfung/ FFH-Vorprüfungen
    Antrag auf Waldumwandlung (Windenergieanlagen Zuwegung)
    Denkmalschutz
    Denkmalfachlicher Fachbeitrag
    Schall/ Schatten
    Schalltechnisches Gutachten
    Rotorschattenwurfberechnung
    Boden/ Geologie/ Wasser
    Ingenieurgeologisches Gutachten
    Hydrogeologisches Gutachten
    Brandschutz
    Standortspezifisches Brandschutzkonzept
    Windhöffigkeit/ Standsicherheit
    Zwei Windgutachten (TR6 konform)
    Standsicherheitsgutachten (DIBt 2012)

  5. Die entega ist bekannt dafür einer der großen Abgreifen der EEG Subventionen zu sein und damit unser aller Strompreise zu verteuern. Weiterhin ist die entega auch bekannt dafür, dass alle ihre Windindustrieanlagen weit weg von Darmstadt zu bauen, um damit ihre Gegend sauber zu halten.

    Doch auf dem Bilstein wird die skrupellose Profitgier der entega richtig deutlich. Wer ein Flora Fauna Habität zum Artenschutz, Naturschutz-, Vogelschutz- und Wasserschutzgebiet derart verwüstet, hat mit Ökostromerzeugung wenig am Hut. Es geht hier deutlich um das Abgreifen von EEG Abgaben um jeden Preis.

    Wenn man die Stromkennzeichnung der entega betrachtet, wird dies verdeutlicht. Der schmutzige grüne Anteil ist nur über sog. Herkunftsnachweise grün angemalt Atom- und Kohlestrom. Da werden die entega Kunden ganz schön betrogen.

    Weit schlimmer finde ich den RP Walter Lübcke, der die Sache genehmigt hat und sich dadurch gegen den Umweltschutz und die Profitgier um jeden Preis ausgesprochen hat.

    Ein Schelm ist, wer da Bös€s denkt.

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