9 Gedanken zu „Der Irrsinn geht weiter!“

  1. @Herrn Seeger,

    mir ist völlig schleierhaft wie so viele Menschen von Windkraft beseelt sind. Windräder im Wald und egal welche Klassifizierung der Wald hat – ist mehr als pervers!
    Allen voran die Grünen und leider auch Sie, tragen eine Mitschuld an der Industrialisierung und Flächenversiegelung deutscher Mittelgebirge!
    Wissen Sie was traurig ist, ohne Speicher wird es ein Ende dieser Energiegewinnungsart geben, nur leider wird es dann für einige Waldgebiete zu spät sein!

  2. Interessant ist die Tatsache, dass noch vor wenigen Jahren nicht genügend FFH-Gebiete ausgelobt werden konnten. Heute wird drauf gepfiffen!
    Das Zitat „Naturschutz und FFH bieten keine Gründe“ spricht Bände! Es ist hinlänglich bekannt, dass Gefälligkeitsgutachten an der Tagesordnung sind. Selbst die Bohrungen für Bodenproben am Mühlenstein erfolgten ohne Genehmigung – also illegal.
    Zum Palmer Zitat: Wer die Natur schützen will, darf keine Grünen wählen. Der Ursprungsgedanke ist in dieser Partei längst nicht mehr real. Vielmehr wurde der Naturschutz mittlerweile von allen Parteien aufgegriffen. Das ist auch gut so!
    „Geschützt werden soll nicht die Natur, sondern die eigene Aussicht!“ Das sagt ausgerechnet ein Grüner OB aus einem Grün regiertem Land, dass im letzten Jahr praktisch keine WKA gebaut hat! Ein Schelm, der Böses dabei denkt!

  3. Also wer Windwurfflächen, also Gebiete niedriger Sukzessionsstufe, als generell ökologisch nicht wertvoll bezeichnet, hat sehr sehr wenig Ahnung von Biologie bzw. Ökologie. Das muss ich leider ganz klar sagen. Ahnungslosigkeit allein kann man Niemandem zum Vorwurf machen, das unreflektierte Posten von Falschaussagen jedoch sehr wohl, Herr Seeger. Und wie sieht es mit der Fauna aus?! Rotmilan und Schwarzstorch kommen beide am Mühlenstein vor, letztere brüten sogar in der Umgebung. Ohne drastisch reduzierten Mindestabstand zum Schwarzstorchenhorst wäre der Windpark in dieser Dimension gar nicht möglich. Denken Sie, die Tiere meiden die Anlagen auf den „ökologisch nicht wertvollen“ Waldflächen?? Oh man, hier werden Wahrheiten zusammengebastelt…. sehr wissenschaftlich.

  4. Versuch sachliche Argumente einzubringen.
    Die Fläche „Hausfirste“ entspricht bei allen Belangen völlig unstreitig allen formulierten Kriterien die zur Ausweisung der Windvorrangflächen einstimmig von der Regionalversammlung vorgegeben wurden.
    Es bestand kein Zweifel daran, dass die Fläche 12.1 wie bei der 1. Offenlegung wieder als Vorrangfläche ausgewiesen wird. Bei mir sind keine belastbaren Gründe gegen die Ausweisung angekommen. Ich erinnere an die bereits formulierten Gründe für die Ausweisung:
    · nach dem Meißner ist dies das windhöffigste Gebiet im Werra-Meißner-Kreis (aktuelle Messungen ergeben mehr als 7,5 m/sec – 5,75 m/sec sind als Vorgabe des LEP und des Regionalplanes nötig)
    · naturschutzfachlich, obwohl im FFH-Gebiet gelegen, unproblematisch (wird durch externes Büro und die Obere Naturschutzbehörde bestätigt)
    · die meisten Standorte liegen auf Windwurfflächen oder unproblematischen Nadelwald- oder
    Aufforstungsflächen
    · die Erschließung kann sehr gut über, zum großen Teil bereits breit ausgebauten, Waldwegen erfolgen
    · mehr als 3,5 km entfernt von Großalmerode und Ortsteilen von Witzenhausen
    · noch nicht einmal eine Sichtbeziehung von Großalmerode (Kernstadt).

    Zum FFH-Gebiet Werra-Wehretal
    Das FFH-Gebiet erstreckt sich fast über den gesamten Werra-Meißner-Kreis – nicht flächendeckend, sondern über viele Einzelgebiete. Es sind insbesondere Buchenwald-gesellschaften geschützt. Das in Großalmerode diskutierte Gebiet „Hausfirste“ liegt in diesem FFH-Gebiet. Hier gibt es aber kaum Buchenwald und mehrere Stürme der vergangenen Jahre hatten zahlreiche Windwurfflächen oder frische Aufforstungen zur Folge.
    Die Regionalversammlung hat für dieses FFH-Gebiet eine Einzelfallprüfung beschlossen. Der Kreistag des Werra-Meißner-Kreises hat mit einem einstimmigen Beschluss ebenfalls vom Land Hessen die Erstellung einer sogenannten FFH-Vorprüfung verlangt. Diese gutachtliche Bestandsaufnahme durch ein privates Büro bestätigt die bereits in der 1. Offenlegung enthaltene Fläche „Hausfirste“ (ESW 12.1) und weist zwei neue Flächen (siehe unten) im Kaufunger Wald im Raum Großalmerode aus. Zitat: „Für die Errichtung von WEA sind aus FFH-Sicht vorrangig die Flächen 12-1, 12-2, 12-3, 15, 29 und 33-2 sowie 33-3 potenziell
    geeignet.“
    Aus dieser Überprüfung wird deutlich: Naturschutz und FFH bieten keine Gründe für die Ablehnung dieser Flächen. Wenn die Obere Naturschutzbehörde, die keine Möglichkeit auslässt Windvorrangflächen abzulehnen, diese Gebiete akzeptiert, ist das FFH-Gebiet auch für die BI kein Ablehnungsgrund.
    „Wer sich intensiver mit den Initiativen auseinandersetzt, die im Namen des Naturschutzes gegen Windräder mobilisieren, stellt fest, dass dies häufig gerade die Menschen sind, die Bioprodukte für Firlefanz halten, große Autos in der Garage haben, nie Grün wählen würden und Umgehungsstraßen in freier Landschaft für einen Segen halten, kurz die Ökologie erst dann entdecken, wenn ihnen ein Windrad ins Blickfeld gerät. Das ist zwar legitim, aber nicht ökologisch. Geschützt werden soll nicht die Natur, sondern die eigene Aussicht.“ (Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer)

  5. Wer zwischen wertvollem Wald und minderwertigem Wald unterscheidet, hat mit der Bewährung eines Naturpark Kaufunger Wald nichts am Hut. Der sieht als allererstes die Eurozeichen in den Augen von Hessenforst ( dem Verwalter unseres Naturparks) . Diese Pacht zaht der Stromkunde mit der EEG-umlage. Gewinner sind Firmen wie Vestas und Co. Verlierer ist eindeutig bei uns der Kaufunger Wald. Aber dieser wird geopfert…. die Eschwege, Allendorf er usw. bleiben verschont. Noch eins Herr Seeger, einem Sozialdemokraten der vehementer Befürworter der Windkraft ist : eine einfache Rechnung …… Wenn 26.000 Windräder bei Windstille keinen Strom „liefern“, liefern 100.000 Windräder bei Windstille ebenfalls keinen Strom. Aber das blenden Leute wie Sie aus.

  6. Herr Seeger, die Bilder wurden im Naturpark Kaufunger Wald aufgenommen. Wenn man von der Königsalm her den Kaufunger Wald betritt, steht dort ein großes Schild mit der Aufschrift:
    „Die Einstufung als Naturschutzgebiet dient dem Schutz seltener Tiere und Pflanzen sowie deren Lebensräumen. Hier genießt der Schutz der Natur gegenüber anderen Nutzungen absoluten Vorrang.
    Deshalb:
    -Bleiben Sie auf den ausgewiesenen Wegen. Schnell werden beim Querfeldeinlaufen empfindliche Biotopstrukturen zerstört.
    -Lassen Sie Ihren Hund nicht frei laufen! Das Naturschutzgebiet soll Rückzugsgebiet für wildlebende Tiere sein.
    -Nehmen Sie nichts mit, außer einer schönen Erinnerung. So schön wie hier sind die Blumen in keiner Vase. Das Pflücken und Ausgraben von Pflanzen ist streng verboten.
    -Hinterlassen Sie nichts, außer einem guten Eindruck. Vermeiden Sie unnötigen Lärm und lassen Sie keinen Müll zurück. Genießen Sie die Schönheit der Natur und behandeln Sie sie mit dem ihr gebührenden Respekt!“

    Das Schild wurde vom Regierungspräsidium Kassel aufgestellt. Der Kaufunger Wald wurde nicht umsonst Naturpark und beinhaltet FFH und Natura 2000 Gebiete. Es werden sich hier wohl in Kürze noch Windindustriegebiete in die Aufzählung einreihen müssen, an deren Verwirklichung Sie maßgeblich beteiligt sind.
    Wir würden es begrüßen, wenn Sie sich der Diskussion in der Öffentlichkeit stellen. Das haben Sie bisher immer abgelehnt, da Ihre Scheinargumente den Tatsachen nicht standhalten.
    Herr Seeger, Ihre Arroganz ist unerträglich!

  7. Sind die Fahrspuren das Problem? Sieht es wenn Hessenforst mit Harvester arbeitet besser aus? Sollen deswegen die Pferde wieder die Arbeit übernehmen?

    Man sollte genau hinschauen. Wertvolle Waldbereiche (naturschutzfachlich) werden doch nicht angetastet bei dem Bau von Windkraftanlagen im Wald. In unserer Region werden Windwurfflächen oder mit Nadelhölzern frisch angepflanzte Bereiche als Standorte ausgesucht. Man solte zwischen wertvollen Wäldern und Holzplantagen unterscheiden können. Ein Besuch des Windparks Rohrberg würde Erkenntnisgewinne bringen.

  8. Dem BUND sind wohl mit Geldscheinen Augen und Mund verschlossen worden. So eine Schande!
    Naturschutzgebiet und trotzdem wird der Walt industrialisiert. Natur zerstört und das Wohlbefinden der Menschen beraubt!

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