Städtische Werke Kassel AG stellt die Frage: Windanlagen um jeden Preis?

Im Extra Tip vom 12.07.2015 stellt die Städtische Werke AG Kassel (nachfolgend SWK) in einer 2-seitigen Anzeige die Frage „Windanlagen um jeden Preis?“
Wir möchten diese Werbekampagne einmal näher beleuchten und die Argumente auf den Prüfstand stellen:

Schon beim Erscheinungsbild bedient man sich unlauterer Methoden. Die Anzeige ist als Solche nicht gekennzeichnet und verstößt somit gegen § 3 Abs. 3 UWG, Ziffer 11 des Anhangs.
Dort heißt es: „Unzulässige geschäftliche Handlungen im Sinne des § 3 Abs. 3 (UWG) sind… 11. der vom Unternehmer finanzierte Einsatz redaktioneller Inhalte zu Zwecken der Verkaufsförderung, ohne dass sich dieser Zusammenhang aus dem Inhalt oder aus der Art der optischen oder akustischen Darstellung eindeutig ergibt (als Information getarnte Werbung)“.

„Die Energiewende ist ein Thema, das jeden angeht. Denn ihr Ge- oder Misslingen wirkt sich direkt auf das Leben aller aus“

Stimmt!

 

„Kein Wunder also, dass die große Mehrheit der Deutschen die Entscheidung der Bundesregierung begrüßt, sich von der Atomkraft und den fossilen Energieträgern abzuwenden…“

Das stimmt so nicht. Es ist eine Illusion zu glauben, man kann aus der Kern- und der Kohleenergie aussteigen. Das hat sogar Sigmar Gabriel erkannt und öffentlich geäußert. Der Rückhalt in der Bevölkerung schrumpft. Allmählich wird den Deutschen nämlich klar, was die sogenannte Energiewende, die in Wirklichkeit nur eine Stromwende ist, und die bewussten Falschinformationen der Lobby, mit unserer Natur macht. Die Zahl der Gegner wächst täglich. Der Flächenverbrauch der sogenannten erneuerbaren Energien ist so enorm, dass eine 100% Versorgung rein technisch unmöglich ist. Es wird auch gerne der Ressourcenverbrauch an Stahl, Beton, Kupfer etc. verschwiegen, der anfallen würde.
Die getriebelosen Anlagen verwenden Neodym, eine seltene Erde, die in China mit verheerenden Folgen abgebaut wird und radioaktiven Müll hinterlässt! (http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2011/windkraft189.html) Genau solche Windräder entstehen gerade auf dem Rohrberg bei Hirschhagen.

 

„…denn ihnen wird klar, dass man die Energie genau da produzieren muss, wo sie verbraucht wird. Das […] senkt die Notwendigkeit Übertragungsnetze auszubauen.“

Zunächst wird hier keine Energie produziert, sondern umgewandelt. Energie ist da und lässt sich nicht produzieren. Da haben die Verfasser im Physikunterricht in der 7. Klasse wohl nicht aufgepasst.
Der Ausbau der Windenergie macht eben den Ausbau der Stromnetze notwendig! Südlink ist für nichts Anderes gedacht, als die Überproduktion von Windstrom im ganzen Land zu verklappen. Es ist also eine glatte Lüge, dass der Ausbau der Netze überflüssig wird! Wer die Nachrichten verfolgt, hat sicher schon des Öfteren mitbekommen, dass Windparks nicht gebaut oder ans Netz gehen können, da die Infrastruktur, sprich die Netze fehlen.

 

„Das Ergebnis der Studie „Energiewende Nordhessen“ übertraf sämtliche Erwartungen. […] Sie zeigten auf, dass sich Kassel und das Umland in Sachen Energiepotenzial und –bedarf geradezu perfekt ergänzen. Eindeutiges Ergebnis auch: Die effizienteste regenerative Energiequelle Nordhessens ist die Windkraft…“

Das Ergebnis übertraf sämtliche Erwartungen: Wir befinden uns im Jahre 2015 n. Chr., ganz Nordhessen wird von Windrädern besetzt. Ganz Nordhessen? Nein, ein vom energiepolitischen Sprecher der SPD-Landtagsfraktion bevölkertes Dorf hört nicht auf, dem Eindringling Widerstand zu leisten. Windhausen – woher kommt wohl dieser Name. Herr Gremmels predigt landauf landab Windkraft, in und um Kassel ist DER Hotspot dafür, nur nicht in seinem Garten…
Dr.- Ing. Detlef Ahlborn hat unlängst bewiesen, dass manche These des IWES Institutes in Kassel falsch ist und bewusst falsch verbreitet wird. Hier wird der Name Joseph von Fraunhofer missbraucht, um die mittlerweile rein ideologisch getriebene Stromwende voranzutreiben.
Im Bezug auf Studien sei folgende Literatur empfohlen: http://www.amazon.de/Gekaufte-Forschung-Wissenschaft-Dienst-Konzerne/dp/3944305728/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1436944860&sr=8-1&keywords=gekaufte+wissenschaft

 

„Mit Windkraft lässt sich sicherer und sauberer Strom erzeugen und auch Geld verdienen“

Damit lässt sich vor allem Geld verdienen. Das ist zunächst nicht verwerflich, denn jedes Unternehmen muss letztendlich Geld verdienen um zu überleben. Wir kritisieren im Wesentlichen die Art und Weise, wie das der Bevölkerung verkauft wird und die Subventionspolitik. Es wird suggeriert, dass mit den Subventionspropellern sauberer Strom erzeugt wird und wir somit die Welt retten.
Die Wahrheit ist, dass wir in Deutschland seit dem Ausrufen der Energiewende kein CO2 eingespart haben, obwohl wir die Nennleistung unseres Kraftwerksparkes inzwischen auf das Niveau der konventionellen Kraftwerke angehoben haben und der EEG-Strom vorrangig eingespeist wird.
Die Wahrheit ist, dass wir im Jahr ca. 26 Mrd. € für Strom ausgeben, der am Markt nur ca. 2 Mrd. € wert ist – dank der Subventionen.
Die Wahrheit ist, dass die Windkraftanlagen ausschließlich für die Betreiber rentabel sind, weil diese Subventionen fließen. Genau aus diesem Grund schießen die Planungsbüros wie Pilze aus dem Boden! Ohne Subventionen würden die SWK und andere Investoren kein einziges Windrad aufstellen.

 

„Projektierung im Schongang. […] Höchste Priorität bei allen Projekten ist, die Auswirkungen auf die Menschen und die Eingriffe in die Natur so gering wie möglich zu halten.“

Wie gering diese Auswirkungen sind, können die folgenden Bilder bezeugen.

baustelle-rohrberg2 baustelle-rohrberg1 kran

 

„Win-Win-Situation. […] Unterm Strich gibt das eine beachtliche Wertschöpfung.“

Die Wertschöpfung kann man mit folgendem Sachverhalt vergleichen: Man räumt das Bankkonto von Herrn Helbig ab, fährt nach Stuttgart, kauft eine S-Klasse und erzählt ihm, dass durch die Wartung und Zulassung des Fahrzeuges vor Ort Arbeitsplätze in der Werkstatt und auf dem zuständigen Landratsamt entstehen.
Die Wahrheit ist, dass der Stromkunde – egal ob Hartz IV-Empfänger oder Besserverdiener – die Zeche bezahlt. Für die Wartung und Verwaltung der Anlagen ist keine Heerschaar von Personal nötig.
Dass der Strom vor Ort erzeugt und verbraucht wird, ist ebenso ein Märchen, denn er verteilt sich im gesamten Stromnetz.
Die Wahrheit ist, dass Immobilen im Umfeld von WKA im Bundesdurchschnitt 30% Ihres Marktwertes verlieren. Teilweise sind Häuser und Grundstücke gar unverkäuflich.

 

Und nun zu den vermeintlich enttarnten Windkraft-Mythen:

„Bei Flaute ist die Versorgungssicherheit in Gefahr. […] So können Schwankungen, denen Solar- und Windenergie je nach Wetterlage und Tageszeit unterliegen, durch andere Energiequellen – beispielsweise Biomasse – und Pumpspeicherkraftwerke, Erdwärme – oder Gaskraftwerke – ausgeglichen werden.“

Die Wahrheit ist, dass wir flächenmäßig und geographisch nicht die Voraussetzungen haben, ausreichende Pumpspeicher zu bauen. Die Wahrheit ist, dass die Biogasproduktion weitestgehend ausgereizt ist und unterm Strich sogar eine negative Energiebilanz aufweist. Die Wahrheit ist, dass Gaskraftwerke vom Netz gehen, da sie durch die Subventionierung der EE unrentabel sind. Deutschland hat das modernste, sauberste Gaskraftwerk der Welt in Irsching gebaut. Es geht aus besagten Gründen vom Netz. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/irsching-betreiber-wollen-gaskraftwerk-stillegen-a-1026267.html
Die Wahrheit ist, dass wir den Strom künftig aus Atomkraftwerken in Frankreich und Kohlekraftwerken in Polen beziehen, wenn wir unsere Anlagen stilllegen.

 

„Die Windkraft kostet den Steuerzahler nur Geld und bringt nichts ein. Jede Kilowattstunde Strom aus Wind, Sonne und anderen regenerativen Quellen ersetzt eine Andere. Sinkt die konventionelle Erzeugung, spart der Steuerzahler deren Subventionskosten.“

Soweit die Theorie. Da Wind, Sonne und die anderen vorhandenen regenerativen Quellen nicht in der Lage sind, grundlastfähigen Strom zu erzeugen, muss ein Schattenkraftwerkspark für Grundlast sorgen. Im Klartext bedeutet das: konventionelle Kraftwerke müssen ständig mitlaufen, damit sie jederzeit einspringen können.
Unsere Bundesregierung plant zur Versorgungssicherheit sogar Subventionen für Reservekraftwerke. Wir sollen also Subventionen bezahlen, damit andere Subventionen weiter fließen können. Willkommen in Schilda!

 

Ganz zu schweigen von den nicht absehbaren Folgekosten, die in Form von Klima-, Umwelt- und Gesundheitsschädigungen durch Kohle, Öl, Gas und Kernkraft entstehen.“

Die Wahrheit ist, dass Windkraft gerade einmal 1,2% zum deutschen Gesamtenergiebedarf beiträgt. Die Subventionen für EE belaufen sich jährlich bereits auf ca. 24 Mrd. € zzgl. des volkswirtschaftlichen Schadens. Und das für das Nicht-Einsparen von CO2, sondern für die Verwüstung unserer Wälder und Naturparks! In Wahrheit schädigen wir Umwelt und Volkswirtschaft, anstatt das Weltklima auch nur im Geringsten zu beeinflussen.

 

„Neu gebaute Windkraftanlagen produzieren schon heute kostengünstiger als neu gebaute konventionelle Kraftwerke.“

Wenn das so wäre, könnten wir schon morgen die EEG-Umlage abschaffen.

 

„Windkraftanlagen machen krank.[…] Nach heutigem Stand der Wissenschaft sind schädliche Auswirkungen durch Infraschall nicht zu erwarten.“

Die Wahrheit ist, dass es bisher keine unabhängigen wissenschaftlichen Langzeitstudien zu diesem Thema gibt. Infraschall steht durchaus im Verdacht, schädliche Auswirkungen auf den Organismus zu haben. Im Windkraftland Nr. 1 (Dänemark) gibt es daher einen Ausbaustopp.

 

„Windräder verschandeln die Landschaft. Deutschlands Kulturlandschaft […] wurde immer wieder verändert – und wird es noch. Die Bewertung solcher Veränderungen ist auch eine Frage der persönlichen Einstellung.“

Das stimmt. Allerdings wurde die Veränderung noch nie in diesem Ausmaß und Tempo vorangetrieben. Im Namen der Energiewende ist nichts mehr heilig. Dort, wo man gestern beim Wandern nicht die Wege verlassen durfte, entstehen heute Industriegebiete unter dem Deckmantel der Energiewende. Bei den geplanten Ausbauzielen wird man in Nordhessen kaum noch einen Flecken Erde finden, von dem aus der Horizont nicht zappelt!

 

Windräder töten Vögel und Fledermäuse. Eine Grundvoraussetzung für eine Genehmigung ist, dass bedeutende Vogelbrut-, Rast- sowie Feuchtgebiete freigehalten werden. […] Es gibt außerdem Abstandsvorgaben, die zwischen Windkraftanlagen und sensiblen Tierarten eingehalten werden müssen…“

Die Wahrheit ist, dass Abstandsregelungen zugunsten der Planer und der planwirtschaftlichen Ziele aufgeweicht und geändert werden. So geschehen beim RP Kassel. Hier wurde z. B. der Abstand von WKA zum Schwarzstorch- und Rotmilanhorst drastisch gekürzt. Begründung: „Sonst schaffen wir die Vorgaben nicht.“
Das RP setzt sich außerdem über geltendes Recht hinweg, um den weiteren Ausbau von WEA schnellstmöglich voranzutreiben. Wo kein Kläger, da kein Richter. Da es Einzelpersonen in aller Regel versagt bleibt zu klagen und die berechtigten Verbände befangen sind, ist das gängige Praxis.
Gutachter sitzen in den Vorständen der Naturschutzverbände und werden logischerweise für die Gutachten bezahlt. Im Gegenzug werden die Naturschutzverbände nicht klagen, weil die Vorstände in gewisser Abhängigkeit stehen.

 

Wir kritisieren auch die äußert einseitige Berichterstattung der Lokalpresse. Eine unabhängige Berichterstattung sieht anders aus.
Es liegen uns Berichte und Beweise vor, dass fundierte Beiträge mit recherchierten Ergebnissen und Quellenangabe in genutzten Diskussionsforen einfach gelöscht wurden. Offenbar will man hier bewusst die Faktenlage verschleiern.
Oder anders ausgedrückt:

Es wird zensiert und Einfluss auf die Berichterstattung genommen!

Die Insider der „Energiewende“ haben es erkannt – dennoch geht der Betrug weiter. Das Kartenhaus wird früher oder später zusammenfallen: http://www.zeit.de/2014/50/schmutziger-irrtum-energiewende-klimawandel

 

 

 

 

Ein Gedanke zu „Städtische Werke Kassel AG stellt die Frage: Windanlagen um jeden Preis?“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.