Nervöse Lobbyisten und erstaunliche Parallelen

Seit Anfang des Jahres war von der Gemeindeverwaltung in “Biebertal bei Wetzlar für den 20. März 2015 ein Informationsabend zur Windkraft geplant. Geplant war auch, diese Veranstaltung unter der Leitung von Mitarbeitern von IFOK, einem Beratungsunternehmen aus Düsseldorf durchzuführen, das in Hessen im Auftrag des Wirtschaftsministeriums Aufgaben zur “Mediation” übernimmt.
Als nun rund eine Woche vor dem langfristig angesetzten Termin bekannt wurde, dass unser Technologiesprecher Dr.-Ing. Detlef Ahlborn auf dieser Veranstaltung einen Vortrag halten würde, wurde der Bürger- Informationsabend kurzerhand abgesagt. Die Mediatoren drohten der Gemeinde gar mit der Aufkündigung der Zusammenarbeit, wenn man Herrn Dr. Ahlborn die Chance geben würde, einen Vortrag zu halten.”

Erschienen auf Vernuftkraft.de -> den gesamten Artikel können Sie hier nachlesen.

Das sind erstaunliche Parallelen zur Absage der Befürworter im Werra-Meißner-Kreis. Haben doch Herr Lothar Quanz (SPD), Dr. Rainer Wallmann (Grüne) und Lothar Seeger (SPD) Ihre Teilnahme zur geplanten Podiumsdiskussion abgesagt.

Lothar Quanz hatte andere Termine, aber unserer Bitte um Entsendung eines Stellvertreters nicht entsprochen.
Lothar Seeger wollte sich die Diskussion (Zitat) “als Ehrenamtlicher nicht geben”.
Dr. Rainer Wallmann hat dann als Begründung geäussert, dass er dann auch nicht kommen wolle und die Zusammensetzung des Podiums für fragwürdig empfunden.

Diese Herren stellen sich, wie auch jene aus Biebertal, damit selbst eine Bankrotterklärung aus! Offensichtlich können diejenigen, welche sich vehement für den Ausbau der Windenergie einsetzen, Ihre Argumente nicht belegen und vor Ihren Wählern zu verteidigen – wiegt man sich doch in der Sicherheit der Panikmache um den CO2-Ausstoss. Meist fehlt es an mathematischen und physikalischen Grundkenntnissen oder schlicht gesundem Menschenverstand.

2 Gedanken zu „Nervöse Lobbyisten und erstaunliche Parallelen“

  1. Prof. Kobe vom Institut für Theoretische Physik schrieb einst: “ ….Der größte Feind der Energiewende ist das Ignorieren der physikalischen Gesetze, die ihr zugrunde liegen.“
    Es geht nicht darum, dagegen zu sein. Es geht darum, dass man aus physikalischen Gründen einen Industriestaat und Wohlstand nicht mit zufälliger Stromerzeugung am Leben erhält.

  2. Wer sich zwischen Windenergie und Atomkraft entscheiden muss, wird hoffentlich – mit gesundem Menschenverstand – den Unterschied zwischen “ Beeinträchtigung“ und „Zerstörung“ wahrnehmen und beherzigen.
    Wären vor 50 Jahren mehr Leute gegen die Atomkraft und für erneuerbare Energien aufgestanden, hätte weit mehr Zeit zur Verfügung gestanden, als jetzt, wo es tatsächlich schnell gehen muss.
    Was wir brauchen ist eine realistische Einschätzung der Situation und möglicherweise müssen ein paar Kröten geschluckt werden.
    Die Empörung sollte sich nicht dort entladen, wo versucht wird, harmlose Lösungen zu finden, sondern an den tatsächlichen Knackpunkten, wie zum Beispiel dem Energieverbrauch im Ganzen.

    Wir alle zusammen haben in den letzten 100 Jahren blind agiert und die jetzige Situation ist eine Folge dieser gemeinsamen Blindheit.
    Gegen Windenergie zu kämpfen scheint mir eindeutig die falsche Strategie.
    Weniger Verbrauch und deutlich mehr Konzentration auf Umweltfreundlichkeit an allen Ecken und Enden wo es möglich ist … Das ist angesagt.
    „Nicht überall Windräder“ ist ja eine verständliche Forderung, aber das ganze System zu verteufeln ist einfach kurzsichtig und wenig hilfreich für eine ungiftige und friedliche Zukunft.

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